Rekordbeteiligung beim vierten TIC-Karriere-Tag in Deutschland
Nachlese zur ausgebuchten Veranstaltung „University Meets Travel Industry 2008“
Andrang am Karriere-Tag: Bereits vor der Begrüßung am 16. Oktober2008 im Frankfurter InterContinental Hotel war klar, dass die Stühle knapp werden. „Ausgebucht“ stand schon Tage vorher auf der Website des Travel Industry Clubs zu lesen. Und so war es dann auch. Mit über 270 Studenten erlebte die vierte Ausgabe von „University Meets Travel Industry“ eine Rekordbeteiligung.
Auch auf der Seite der Unternehmen waren bekannte Namen dazugekommen. Die 16 Aussteller der Diplomandenbörse demonstrierten eindrucksvoll die Vielfalt der Berufe in der Reisebranche: Airplus, Avarto, Cadooz, Deutsche Bahn, Deutsche Zentrale für Tourismus, EADS, Europäische Reiseversicherung, Global Profiling, Hertz, Hitchhiker, Intercontinental, Kempinski, Marbert, Norwegian Cruise Line, Sixt und Your Career Group.
Nach einer Kurzvorstellung ihrer Unternehmen ging es konkret um Praktika, Diplomarbeiten und Jobs. Drei Stunden hatten die Studenten Zeit für individuelle Gespräche. Und sie nutzten sie reichlich. Die Firmen waren vorbereitet. Sie hatten vorab online Zugriff auch die Lebensläufe der Studenten.
Dass gut sein alleine nicht genügt, um einen Job zu bekommen, machte Headhunter Hendrik Scharnke in seinem Vortrag deutlich. „Eine Bewerbung ist Marketing in eigener Sache“, so der Personalprofi. Die Vorgehensweise sei daher nicht viel anders als bei einem Produkt. Die eigenen Wünsche, Stärken und Schwächen müssten mit den Anforderungen und Bedürfnissen des Arbeitgebers in Einklang gebracht werden.
Eine gründliche Recherche und Analyse des Arbeitgebers sei Grundvoraussetzung. Wer sich bewirbt, sollte die Unternehmenskultur, Produkte und die wichtigsten Daten kennen, bevor er zum Gespräch erscheint, sagte Scharnke. Und er gab konkrete Tipps fürs passende Outfit: Business Look, möglichst unauffällig.
Beim Screening von Bewerbungsunterlagen gab es ganz praktische Tipps für die Studenten. Kostenlos begutachteten die Experten von Global Profiling Lebensläufe, Anschreiben und ganze Bewerbungsmappen. Der Andrang war riesig, die vorab vergebenen Slots der drei Personalprofis im Nu vergeben.
Antworten auf die Frage „Was macht eigentlich ein…“ und Einblicke in den mitunter spannenden Berufsalltag gab die Podiumsdiskussion mit Praktikern. Mucksmäuschenstill lauschten die Studenten dem Hausherrn im InterContinental Frankfurt, Thomas Hilberath, der aus dem Leben eines Hoteldirektors und über seine Stationen im Ausland plauderte.
Gespannt folgten die Studenten auch Oliver Haverbeck, der über den Alltag eines Produktmanagers bei der Bahn erzählte. Einblicke in die Arbeit eines Travel Managers lieferte Fabian Kleinjung von EDAS. Ute Stegmann vom German Convention Bureau erklärte, wie das MICE-Business funktioniert und welche Jobs es dort gibt.
Geballte Infos bis zum Schluss: Prof. Dr. Margarete Seidenspinner von der Hochschule Heilbronn beendete das volle Programm mit Tipps zur Bewerbung bei internationalen Unternehmen. Fettnäpfchen lauern schon beim Verfassen des Lebenslaufs und des Bewerbungsschreibens, das je nach Land ganz unterschiedlichen Regeln unterliegt.
Es war ein langer Tag für die Studenten, die aus ganz Deutschland angereist waren. Trotzdem hörten sie aufmerksam zu bis vor 18 Uhr. Eine Studentin brachte es auf den Punkt: „Auch wenn der Tag sehr anstrengend war – wir sind um 6:30 Uhr in Köln gestartet –, für die Vorträge und Podiumsdiskussion hat es sich gelohnt.“
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